1. Juli 1965

Beginn der "Politik des leeren Stuhls"

1965 schlägt die Europäische Kommission eine Reform der Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik vor, die am 1. Januar 1966 mit qualifizierter Mehrheit verabschiedet werden soll. Frankreich unter de Gaulle widersetzt sich diesem strikt und boykottiert die europäischen Institutionen sieben Monate lang. Diese Krise, die sogenannte "Politik des leeren Stuhls", endet am 29. Januar 1966 mit dem "Luxemburger Kompromiss", der vorsieht, dass bei der Beeinträchtigung schwerwiegender Interessen eines Mitgliedlandes auch in Fällen, in denen grundsätzlich mit qualifizierter Mehrheit entschieden werden kann, weiterverhandelt werden muss.

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