Einführung der GAP (30. Juli 1962)
30. Juli 1962
Einführung der GAP
Im Anschluss an die Konferenz von Stresa (1958) und auf Anfrage Frankreichs wird der Niederländer Sicco Mansholt damit betraut, Überlegungen über die Einrichtung einer auf drei Grundprinzipien basierenden gemeinsamen Agrarpolitik anzustellen: Einheitlichkeit der Märkte, Vorrang der Gemeinschaft und finanzielle Solidarität. Nach vier Jahre andauernden Verhandlungen überwindet der Vize-Präsident der Kommission die Widerstände der einzelnen Staaten und entwickelt die groben Umrisse der GAP, die eine rasche Modernisierung der europäischen Landwirtschaft nach sich zieht. Dennoch wird die Agrarfrage auch fortan Kontroversen innerhalb der Gemeinschaft provozieren, insbesondere aufgrund ihres stetig steigenden Anteils am Budget.