9.-10. Dezember 1974

Gipfel von Paris

Vor dem Hintergrund der Energiekrise versammeln sich die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten auf Einladung von Valéry Giscard d'Estaing, dem neugewählten Staatspräsidenten Frankreichs, in Paris. Auf französischen Vorschlag hin führt der Pariser Gipfel am Rande der Gemeinschaftsverträge den Europäischen Rat ein: fortan treffen sich die Staats- und Regierungschefs mindestens dreimal pro Jahr, um gemeinsam die politischen Leitlinien festzulegen. Ebenfalls angenommen wird die Bestimmung des Europäischen Parlaments durch allgemeine Wahlen. Bestrebt ihre Zusammenarbeit zu verbessern, betrauen die neun Mitglieder den Belgier Leo Tindemans mit der Aufgabe, über die Gründung einer Europäischen Union, die über die wirtschaftliche Integration hinausgeht, nachzudenken.

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