7. Februar 1992

Unterzeichnung des Vertrags von Maastricht über die Europäische Union

Zu Beginn der Neunziger Jahre finden parallel zueinander zwei Regierungskonferenzen statt: die eine befasst sich mit dem Vorhaben, eine politische Union zu schaffen, die andere hat die langfristige Umsetzung einer Währungsunion zum Ziel. Diese beiden Prozesse verschmelzen schließlich miteinander und führen zur Unterzeichnung des Maastrichter Vertrags über die Europäische Union. Als maßgebliche Etappe in der Errichtung einer "immer engeren Union der Völker Europas" führt dieser Vertrag eine europäische Staatsbürgerschaft sowie eine Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) ein. Zudem legt er den Zeitplan für die Einführung einer einheitlichen Währung fest. In einem ersten Referendum lehnen die Dänen den Vertrag ab. Das anschlie²end stattfindende französische Referendum über die Ratifizierung des Vertrags (20. September 1992) endet mit einem Ergebnis von 51,04 % Ja-Stimmen. Nach einem zweiten, nun positiv ausfallenden Referendum in Dänemark tritt der Maastrichter Vertrag am 1. November 1993 in Kraft.